10.2.2022 – Sohn soll Frau totgefahren haben – Telefonbetrüger versetzten Mutter in Angst und Schrecken – Hohe Geldsumme erbeutet 🗓

11.2.2022 Zellingen/Unterfranken. Im Laufe des Donnerstags haben Telefonbetrüger eine Mutter in Angst und Schrecken versetzt und behauptet, ihr Sohn habe eine Frau totgefahren. Zur Abwendung einer Haftstrafe forderten die Anrufer Bargeld. Letztlich kam es zur Übergabe einer hohen Geldsumme an einen unbekannten Abholer. Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet um Hinweise.

Zunächst hatte sich ein Anrufer als Sohn der Geschädigten ausgegeben und weinend behauptet, einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht zu haben.

In der Folge wurde das Gespräch an einen falschen Polizeibeamten und einen falschen Staatsanwalt übergeben, die zur Abwendung einer Haftstrafe eine fünfstellige Geldsumme forderten.

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Die Angerufene ahnte nicht, dass sie Betrügern aufgesessen war. Sie verpackte einen großen Betrag in einen Umschlag und übergab diesen gegen 15:00 Uhr an einen unbekannten Abholer, der mit seiner Beute im Bereich der Würzburger Straße verschwand.

(Quelle: Bayerische Polizei)

Laut Zeugenangaben war der Geldabholer männlich, ca. 45 Jahre alt und etwa 175 cm groß. Er hat dunkle kurze Haare und war mit einer Jeanshose und dunkler Jacke bekleidet. Während der Übergabe des Geldumschlags telefonierte er mit einem Handy am Ohr.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat inzwischen die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernommen und hofft dabei nun auch auf Zeugenhinweise.

Wer möglicherweise die Geldübergabe am Donnerstagnachmittag beobachtet hat oder wer sonst sachdienliche Hinweise geben kann, die zur Aufklärung des Falles beitragen könnten, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 mit der Kriminalpolizei Würzburg in Verbindung zu setzen.

Leg‘ auf! Die Präventionskampagne des Polizeipräsidiums Unterfranken

Aufgrund der weiterhin hohen Fallzahlen im Bereich „Callcenterbetrug“ und dem damit verbundenen finanziellen Schaden, aber auch den psychischen Folgen für die Betroffenen, hat sich das Polizeipräsidium Unterfranken Ende 2020 dazu entschieden, zum Schutz der Opfer auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit nochmals aktiv zu werden und die Präventionskampagne “Leg´auf!” gestartet.

Das Ziel dieser Kampagne ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ und „Schockanrufe“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.

Die wichtigsten Botschaften sind:

Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind

Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!

Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!

Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen – bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!

Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!