13.10.2019 – Großeinsatz in Kitzingen

13.10.2019 Kitzingen. Für einen Großeinsatz der Polizei sorgte am frühen Sonntagmorgen ein 22-Jähriger, der seinen Suizid angedroht hat und mit einer Schusswaffe im Stadtgebiet Kitzingen unterwegs war. Nach rund zwei Stunden konnte der Mann in Gewahrsam genommen werden. Es wurde niemand verletzt.

Etwa gegen 05:00 Uhr verständigte eine 18-Jährige am Sonntagmorgen die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken und teilte mit, dass ihr 22-jähriger Freund seinen Suizid angekündigt hat und aktuell eine Schusswaffe mit sich führe. Mehrere Streifen begaben sich daraufhin ins Stadtgebiet Kitzingen und suchten nach dem Mann.

Gegen 05:45 Uhr konnte der 22-Jährige im Bereich der Repperndorfer Straße auf der dortigen Bahnbrücke lokalisiert werden. Als die Streifen dem Mann gegenübertraten begab sich der Mann – der sich offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation befand – in den naheliegenden Gleisbereich. Im Anschluss gab er auch einen Schuss in die Luft ab.

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Der Bereich wurde daraufhin umgehend weiträumig abgesperrt, auch um eine Gefährdung der Bevölkerung auszuschließen. Zudem wurde der gesamte Gleisbereich für den Schienenverkehr gesperrt. Durch die Einsatzzentrale wurde umgehend ein Spezialeinsatzkommando sowie die Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Unterfranken alarmiert.

Noch vor Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte konnte der 22-Jährige nach intensiver Gesprächsführung zur Aufgabe überredet werden. Er legte seine Waffe ab und konnte durch Beamte der Polizeiinspektion Kitzingen unverletzt in Gewahrsam genommen werden. Seine mitgeführte Schusswaffe – nach Prüfung eine Schreckschusspistole – konnte sichergestellt werden.

Der 22-Jährige wurde zunächst zur Dienststelle gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Ermittlungen wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz werden eingeleitet.

Die Polizeiinspektion Kitzingen wurde während des Einsatzes durch umliegende Dienststellen mit mehreren Streifen, die Bundespolizei und den Rettungsdienst mit 30 Mann unterstützt.