16.3.2016 – Trambahnunfall in München

17.3.2016 München. Am Mittwoch, 16.03.2016, gegen 17.45 Uhr, stand ein 17-jähriger Schüler zusammen mit einer Gruppe von Freunden an der Trambahnhaltestelle „Regina-Ullmann-Straße“ an der Cosimastraße. Die Haltestelle gilt für beide Richtungen der Trambahn und befindet sich in der Fahrbahnmitte.

In dem Moment, als sich der 17-Jährige von seinen Freunden verabschiedete, drehte er sich um und betrat das Gleis der Trambahnlinie 16, die stadteinwärts fährt.

Da der 17-Jährige Kopfhörer trug, hörte er heranfahrende Trambahn nicht. Obwohl der 57-jährige Trambahnfahrer eine Schnellbremsung einleitete, konnte er nicht mehr verhindern, dass der Schüler vom vorderen rechten Fahrzeugeck des Triebwagens erfasst wurde. Anschließend wurde er mit dem Kopf voran in den Wartebereich der Haltestelle geschleudert.

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Der Schüler musste schwer verletzt mit dem Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Klinikum gebracht werden. Nach derzeitigem Erkenntnisstand besteht keine Lebensgefahr.

Der 57-jährige Trambahnfahrer erlitt einen Schock und musste ebenfalls mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die Unfallstelle wurde bis ca. 19.30 Uhr für die Unfallaufnahme gesperrt. Die MVG richtete einen Schienenersatzverkehr ein.

Hinweis der Münchner Polizei:

Immer wieder kommt es zu Unfällen im Straßenverkehr, da kopfhörertragende Fußgänger oder Fahrradfahrer andere Verkehrsteilnehmer aufgrund der abgespielten Musik nicht hören konnten.

Nicht selten sind die Kopfhörer geräuschisolierend konstruiert, wodurch Außengeräusche gar nicht mehr wahrgenommen werden. Dieses Ausblenden der Umgebung ist im Verkehr allerdings äußerst gefährlich.

Das Hören von lauter Musik über einen Kopfhörer, lenkt ab, beeinträchtigt die Aufmerksamkeit und erhöht so das Risiko von Unfällen im Straßenverkehr.