19.1.2020 – Autofahrer flüchtet in München vor Polizeikontrolle

19.1.2020 München. Am Sonntagmorgen, 19.1.2020, sollte gegen 04:20 Uhr, in der Münchner Innenstadt (Bereich Sendlinger-Tor-Platz) der Fahrer eines VW Mittelklassewagens zu einer Verkehrskontrolle angehalten werden. Statt anzuhalten beschleunigte der Fahrer seinen Pkw und flüchtete Richtung Stachus.

Während die Streife dem Fahrzeug folgte, wurden weitere Streifen alarmiert. Auf der Leopoldstraße wurde eine Anhaltestelle eingerichtet um den Flüchtenden zu stoppen.

Es gelang dem Fahrer die Kontrollstelle zu überwinden, wobei der VW, als auch zwei Streifenwägen leicht beschädigt wurden. Im Innenstadtbereich überschritt der Fahrzeugführer die zulässige Geschwindigkeit, ohne jedoch Höchstgeschwindigkeiten zu erreichen.

WERBUNG:

Nachdem sich die Fahrt auf die verkehrsarme Autobahn BAB 9 Richtung Nürnberg verlagerte, wurde mit Blick auf die gefahrene Geschwindigkeit mit einem angepassten Zugriffskonzept gearbeitet.

Die folgenden Streifen sicherten den nachfolgenden Verkehr vor möglichen Gefahrensituationen ab. Inzwischen wurde auch das angrenzende Polizeipräsidium Oberbayern Nord über den Vorfall verständigt und beteiligte sich mit weiteren Streifen.

Um eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer durch Kurzschlusshandlungen des Flüchtenden auszuschließen, wurden teilweise Zufahrten auf die Autobahn gesperrt, der nachfolgende Verkehr abgebremst. Die Fortbewegung des noch unbekannten Mannes wurde nun mit einem Polizeihubschrauber und nachgeführten Polizeieinheiten kontrolliert überwacht.

Diese taktische Maßnahme zeigte sich als richtig, da der Fahrer begann, grundlos mehrfach Gegenstände (u.a. Steinbrocken) aus dem fahrenden Fahrzeug zu werfen.

Inzwischen wurde auch das Polizeipräsidium Mittelfranken informiert und beteiligte sich mit mehreren Streifen an dem Einsatz.

An der Anschlussstelle Lauf Süd wendete der Flüchtende, fuhr die BAB 9 wieder Richtung München und fuhr an der Rastanlage Feucht West plötzlich ab. Hier konnte er durch Einsatzkräfte festgenommen werden. Dabei kam es zu einem leichten Zusammenstoß beider Fahrzeuge.

Auf Grund der besonnenen Einsatztaktik und der hervorzuhebenden guten Zusammenarbeit aller beteiligter Polizeipräsidien wurden nach derzeitigem Ermittlungsstand zu keinem Zeitpunkt weder Einsatzkräfte, noch sonstige Personen verletzt, oder gefährdet.

Den Einsatzkräften bot sich der Eindruck, dass sich der Festgenommene augenscheinlich in ungeordneten Lebensverhältnissen befand und sich bereits eine längere Zeit in seinem Fahrzeug aufhielt.

Da der Mann keine Angaben machte und auch keine Ausweispapiere mitführte, wurde er vorläufig festgenommen. Eine Blutentnahme wurde angeordnet. Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Straftaten des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs und anderer Delikte.

Der Verdächtige wird dem Haftrichter beim Polizeipräsidium München vorgeführt.

Zeugenaufruf:

Verkehrsteilnehmer die Angaben zu dem Vorfall im Stadtgebiet München, als auch auf der Fahrt bis zur Festnahme machen können, bzw. Augenzeugen des Fahrverhaltens des Mannes wurden, auch wenn sie nicht gefährdet oder geschädigt wurden, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsunfallaufnahme, Tel. 089/2910-3322, in Verbindung zu setzen.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)