2.12.2020 – Callcenter-Betrüger im Raum Würzburg aktiv

3.12.2020 Würzburg. Im Laufe des Mittwochs wurden zahlreiche versuchte Telefonbetrüge bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Eine 86-Jährige übergab 12.000 Euro an bislang unbekannte Täter. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen.

Zahlreiche Mitteilungen über Callcenteragenten, die im Laufe des Mittwochs mit unterschiedlichen Maschen versucht haben, den Angerufenen Geld zu entlocken, beschäftigten den ganzen Tag über mainfränkische Polizei- und Kripo-Dienststellen.

Auch eine 86-Jährige erhielt gegen 13:00 Uhr einen Anruf von ihrem angeblichen Schwiegersohn, der dringend Geld benötigen würde. Eine halbe Stunde später übergab die Rentnerin einer bislang unbekannten Frau vor ihrem Haus in der Franz-Schubert-Straße eine Tüte mit 12.000 Euro.

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Die Unbekannte, angeblich die Frau des Versicherungsvertreters des Schwiegersohnes, soll etwa 160cm groß und circa 40 Jahre alt gewesen sein, hatte eine stämmige Figur und trug schwarze Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden. Erst gegen 17:00 Uhr fiel der Betrug auf.

Die Kriminalpolizei Würzburg übernahm die Ermittlungen und bittet nun Personen, die zum Tatzeitpunkt in Tatortnähe verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

In diesem Zusammenhang rät das Polizeipräsidium Unterfranken:

Gehen Sie keinesfalls auf entsprechende Forderungen ein!

Geben Sie am Telefon keinerlei Auskünfte über Ihre finanziellen Verhältnisse!

Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an fremde Personen, auch wenn Sie sich als angebliche Freunde ihrer Verwandten ausgeben!

Deponieren Sie auf Weisung kein Geld oder Wertsachen außerhalb Ihres Wohnhauses!

Informieren Sie bitte insbesondere ältere Personen in Ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis und in Ihrer Nachbarschaft!

Informieren Sie bei verdächtigen Anrufen unverzüglich die Polizei über Notruf 110!

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)