2020 bringt in Wangen einen Geburtenrekord

21.2.2021 Wangen im Allgäu-Im Rückblick gab es im Pandemiejahr 2020 auch sehr erfreuliche Nachrichten. Zumindest für die Eltern von 769 Kindern, die im Standesamt Wangen im Allgäu angemeldet worden sind. Das sind deutlich mehr Geburten als in den vorangegangenen Jahren.

Der Unterschied zum Vorjahr ist ein Plus von 64 Kindern. Weniger erfreulich: Es wurde pandemiebedingt seltener geheiratet. Die Sterbefälle nahmen in Summe um drei gegenüber dem Vorjahr zu.

Spitzenreiter bei den Namen: Ella, Noah und Paul

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Dass in Wangen mehr Kinder zur Welt kommen würden, war unter anderem eine Folge der Schließung des Krankenhauses 14-Nothelfer in Weingarten im Herbst.

„Erfreulicherweise hat sich der Anteil der Wangener Kinder ebenso leicht erhöht“, sagt der Leiter des Standesamts Walter Martin.

Auf der Hitliste der Namen gibt es bei Buben und Mädchen neue Spitzenreiter. Zehnmal wurden Mädchen Ella genannt, ebenso oft bei den Buben jeweils Noah und Paul.

Bei den Mädchen folgen auf Platz 2 Emilia und Emma (je 8 Nennungen), dann Mila (7), auf Platz vier Leni, Maja und Romy (jeweils 6), sowie Amelie, Frieda und Hannah mit jeweil5 5 Nennungen auf Platz 5.

Bei den Buben platziert sich Lukas mit 8 Nennungen auf Platz 2 und Felix ist auf Platz 3 weiter hoch im Kurs mit 7 Nennungen. Den vierten Rang teilen sich Ben, Julian, Luca und Theo. Diese Namen wurden je sechsmal vergeben. Auf Platz fünf folgen Emil und Johannes (je 5).

Pandemie drückt Zahl der Eheschließungen

Etwas weniger Brautpaare haben sich im Wangener Rathaus das Ja-Wort gegeben. Nach 220 im Vorjahr waren es dieses Jahr 203 Paare. So manche vorgemerkte Trauung sei abgesagt worden, sagt Martin.

101 Paare kamen aus Wangen, bei 22 war ein Partner von auswärts, in 80 Fällen waren beide Brautleute keine Wangener.

Für die getrennte Namensführung entschieden sich 39 Paare gegenüber 32 im Vorjahr.

154 mal (172) übernahm die Ehefrau den Nachnamen des Mannes, zehnmal (16) machten die Paare den Geburtsnamen der Frau zum Ehenamen. Für die Namenshinzufügung entschieden sich 14 Paare (13).

Kein Corona-Einfluss auf die Statistik der Sterbefälle

Im Rahmen der Vorjahre bewegte sich die Zahl der Sterbefälle mit 566 (2019: 563), darunter waren 250 (221) Wangenerinnen und Wangener. Ihr Anteil an der Gesamtzahl stieg damit leicht.

Im Krankenhaus starben 260 (244) Personen, im Hospiz 90 (116), in der Fachklinik 72 (75), in den Seniorenheimen 64 (51), daheim oder andernorts 80 (77).

Die Zahl der Kirchenaustritte sank nach dem Rekordjahr 2019 (265) auf einen Durchschnittswert von 196. Sie teilen sich so auf: 154 römisch-katholisch, 42 evangelisch.