24.11.2015 – Flüchtiger Ladendieb in Schwandorf – Polizeilicher Schusswaffengebrauch

24.11.2015 Schwandorf/Oberpfalz. Die Polizei wurde heute, 24.11.2015 gegen 08:30 Uhr von Mitarbeitern eines Supermarktes in der Paul-von-Denis-Straße über einen Ladendiebstahl verständigt.

Bereits in der ersten Mitteilung wurde gemeldet, dass der Ladendieb flüchtig sei und von einem Angestellten des Marktes verfolgt werde.

Eine daraufhin zum Tatort entsandte Polizeistreife konnte den Flüchtenden in der Nähe des Supermarktes feststellen, sodass ein Beamter sofort zu Fuß die Verfolgung aufnahm. Die zweite Beamtin verblieb im Fahrzeug, unternahm hier unter anderem die Verständigung von Verstärkungskräften und folgte mit dem Dienst-Pkw.

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Der Ladendieb flüchtete in ein Nebengebäude des Schwandorfer Bahnhofes, in welchem sich die Räume eines privaten Lernzentrums befinden und konnte dort von dem zu Fuß folgenden Polizeibeamten gestellt werden. Als der Beamte den Tatverdächtigen in einer im Erdgeschoss befindlichen Teeküche festnehmen wollte, entstand ein Gerangel, in dessen Verlauf ein heftiger tätlicher Angriff auf den Beamten stattfand. Dieser gab dann einen Schuss aus seiner Dienstpistole ab, welcher einen Heizkörper traf.

Als kurze Zeit darauf zur Verstärkung mehrere Beamte eintrafen, wurde der Tatverdächtige festgenommen. Hierbei wehrte er sich heftig.

Bei dem Ladendieb handelt es sich um einen 26-jährigen Mann aus Schwandorf, der nach ersten Erkenntnissen bislang nicht polizeilich in Erscheinung getreten ist. Sowohl der Tatverdächtigte als auch der verfolgende Polizeibeamte wurden leicht verletzt.

Durch den Schuss entstand kein Personenschaden, es wurde lediglich der Heizkörper beschädigt. Austretendes Wasser wurde durch die verständigte Feuerwehr aufgesammelt.

Der Mann wurde vorläufig festgenommen, das K 1 der Kripo Amberg ist mit der Sachbearbeitung betraut. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft Amberg erfolgt morgen wegen des Verdachts des räuberischen Diebstahls, der gefährlichen Körperverletzung und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte die Vorführung vor einen Haftrichter.

Die genauen Abläufe stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesichert fest, es bedarf noch weiterer intensiver Ermittlungen. Es wird nachberichtet.