27.12.2020 – Tödlicher Unfall auf der B15 bei Erlensee war vermutlich Mord

28.12.2020 Erlensee/Oberösterreich. Frontalzusammenstoß auf B15 war wohl absichtlich herbeigeführt – Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln wegen Mord und versuchtem Mord

Schechen, B15, Landkreis Rosenheim. Wie berichtet, kam es am gestrigen Sonntagnachmittag, 27. Dezember 2020, auf der Bundesstraße 15 zu einem folgenschweren Zusammenstoß mehrerer Pkw. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, eine Person wurde erheblich verletzt.

Wie die Ermittlungen der Polizei inzwischen ergaben, muss davon ausgegangen werden, dass der Verursacher die Kollision bewusst herbeigeführt hat.

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Ein 34-jähriger Mann aus dem Landkreis Ebersberg fuhr am Sonntagnachmittag, gegen 15:20 Uhr, auf der Bundesstraße 15 mit seinem Pkw BMW, von Wasserburg kommend in Richtung Rosenheim.

Zur selben Zeit fuhr ein 71-jähriger Opel-Fahrer aus dem Landkreis Mühldorf auf der B15 in entgegengesetzter Richtung. Hinter dem Opel fuhr eine 25-jährige Autofahrerin aus Rosenheim mit ihrem Skoda.

Der BMW-Fahrer überholte kurz vor dem Ortsteil Erlensee (Gemeindegebiet Schechen) einen vorausfahrenden Autofahrer und kollidierte kurz nach dem Ausscheren mit seinem Pkw frontal mit dem Opel des 71-Jährigen.

Durch die enorme Wucht des Aufpralls schleuderte der Opel in den Straßengraben und in der Folge stieß der BMW noch mit dem Skoda der nachfolgend entgegenkommenden Frau zusammen.

Die beiden Fahrzeugführer des BMW und des Opel wurden in ihren Fahrzeugwracks eingeklemmt und mussten von den Helfern der alarmierten Feuerwehr mit Rettungsspreizern aus den total beschädigten Fahrzeugen geborgen werden.

Für beide kam jede Hilfe zu spät, sie verstarben noch an der Unfallstelle. Die 25-jährige Frau wurde mit mittelschweren Verletzungen ins Klinikum nach Rosenheim zur Behandlung transportiert.

An den drei beteiligten Fahrzeugen entstand ein Gesamtschaden in Höhe von etwa 60.000 Euro. Auf Weisung der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde von den aufnehmenden Beamten der Polizeiinspektion Rosenheim ein Sachverständiger hinzugezogen und mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt.

Noch am Sonntagnachmittag ergaben sich für die Polizei konkrete Anhaltspunkte, dass der 34-Jährige den Zusammenstoß bewusst herbeigeführt hat.

Das Motiv dafür dürfte in familiären Problemen liegen. Die Sachbearbeitung wurde deshalb, unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein – Zweigstelle Rosenheim, vom zuständigen Fachkommissariat K1 der Kripo Rosenheim übernommen.

Die Untersuchungen laufen wegen Mord an dem 71-Jährigen, versuchtem Mord an der 25-Jährigen im Zusammenhang mit dem Suizid des 34-jährigen BMW-Fahrers.

(Symbolfoto: Bayerische Polizei)