27.7.2021 – Organisierter Callcenterbetrug; Festnahme eines Tatverdächtigen in Laim

29.7.2021 München. Im Tatzeitraum Freitag, 16.7.2021 bis Dienstag, 27.7.2021, erhielt eine über 80-jährige Seniorin aus München-Laim über ihr Festnetztelefon mehrere Telefonanrufe durch unbekannte männliche Täter.

Bei den Telefonanrufen stellten sich die Täter allesamt als Kriminalbeamte vor. Sie gaben an, dass sie zum einen wegen eines Einbruchs in der Nachbarschaft der Dame, zum anderen aber auch wegen des vorsätzlichen in Verkehr bringen von Falschgeld gegen mehrere Bankmitarbeiter von Münchner Bankinstituten ermitteln würden.

Im weiteren Verlauf forderten die Täter die Seniorin auf, alle verfügbaren Geld- und Kapitalerträge bei ihren Kreditunternehmen abzuheben. Anschließend sollte sie diese an zuvor vereinbarten Verstecke deponieren.

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In der Folge hob die Seniorin tatsächlich in zwei Fällen sowohl am Montag, 19.07.2021 als auch am Mittwoch, 21.7.2021, jeweils fünfstellige Eurobeträge bei zwei Kreditunternehmen ab und legte diese jeweils in einen Umschlag vor ihre Wohnungstüre. In beiden Fällen wurden die Geldbeträge durch die unbekannten Täter abgeholt.

Als die Rentnerin am Freitag, 23.7.2021 erneut einen fünfstelligen Bargeldbetrag bei einem Kreditinstitut abheben wollte und ihr vonseiten des Kreditinstituts die Auszahlung verweigert wurde, schöpfte die Rentnerin Verdacht und verständigte die Münchner Polizei.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen durch die Münchner Polizei gelang es am Dienstag, 27.7.2021, gegen 19:00 Uhr, einen sogenannten Abholer, einen 33-jährigen männlichen bosnisch-herzegowinischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland vor der Wohnadresse der Rentnerin festzunehmen.

Gegen den 33-Jährigen wurde durch den zuständigen Ermittlungsrichter, auf Antrag der Staatsanwaltschaft München I, Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen in dieser Sache werden durch die AG Phänomene geführt.

(Symbolfoto, Quelle: Bayerische Polizei)