29.3.2022 – Vermisster Bergwanderer tot aufgefunden – weiterer Abgestürzter bei Suchaktion tot entdeckt

30.3.2022 Unterammergau. Am Dienstag, 29. März 2022, fanden Suchmannschaften unterhalb des Sonnenberggrats den Leichnam eines vermissten Bergwanderers (51) aus München. In der Nähe der Fundstelle wurde eine zweite tote Person gefunden. Dabei handelt es sich um einen 48-jährigen Mann aus Ingolstadt. Beide Bergwanderer dürften, den Ermittlungen der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) zufolge, unabhängig voneinander verunglückt sein.

Am Dienstag, 29. März 2022, wurde ein 51-jähriger Mann aus München von Angehörigen als vermisst gemeldet. Auch zu seiner Arbeitsstelle war er seit zwei Tagen nicht mehr gekommen. Im Rahmen der eingeleiteten Vermisstenfahndung wurde das Fahrzeug des Münchners noch am selben Tag in Oberammergau gefunden.

Es wurde eine Suchaktion eingeleitet, an der sich Helfer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) der Polizei und der Bergwachtbereitschaften aus Oberammergau und Unterammergau beteiligten. Am Nachmittag gegen 16:20 Uhr konnte der Vermisste unterhalb des Sonnenberggrats, der sich vom Kofel zum Pürschling zieht, leider nur mehr tot aufgefunden werden.

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(Quelle: Bayerische Polizei)

Nach bisherigen Erkenntnissen war der 51-Jährige am Morgen des 27. März über den Kofel in Richtung Pürschling gegangen, hatte auf der Nordseite des Sonnenberggrats in ca. 1.600 Metern Höhe den Halt verloren und war etwa 200 Höhenmeter in den Tod gestürzt.

Im Zuge der Bergung des Toten wurde von den Helfern eine weitere abgestürzte Person tot aufgefunden, die nur etwa 30 Höhenmeter unter dem verunglückten Münchner lag. Dabei handelt es sich um einen 48-jährigen Mann aus Ingolstadt. Er war bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht vermisst worden.

Den Ermittlungen der Alpinen Einsatzgruppe zufolge hatte der 48-Jährige am 29. März den Sonnenbergrat begangen und war, ebenfalls in ca. 1.600 Metern Höhe, abgestürzt und nach etwa 200 Höhenmetern zum Liegen gekommen.

Beider Leichname wurden durch Kräfte der Alpinen Einsatzgruppe und der Bergwacht mittels Hubschrauber geborgen und ins Tal gebracht. In beiden Fällen führt ein Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen.