8.6.2022 – Niederbayern: Betrug im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen

8.6.2022 Niederbayern. Seit den frühen Morgenstunden durchsuchten heute (Mittwoch, 08.06.2022) Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Landshut mit Unterstützung der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern, des ZED Landshut und Passau sowie einer Vertreterin der Staatsanwaltschaft Landshut zahlreiche Objekte im Raum Landshut.

11 Beschuldigte im Alter zwischen 21 und 64 Jahren stehen im Verdacht, zu Unrecht Überbrückungshilfen im Rahmen der sog. Corona-Soforthilfen gewährt bekommen zu haben.

Nach Ausbruch der Corona-Krise im Frühjahr 2020 wurde seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Bundesministeriums der Finanzen Überbrückungshilfen für kleine und mittlere Unternehmen gewährt.

WERBUNG:

(Quelle: Bayerische Polizei)

Aufgrund der bisherigen Ermittlungen wird den Tatverdächtigen vorgeworfen, mutmaßlich im Zeitraum von Mitte 2021 bis März 2022 bei der IHK München und Oberbayern Anträge auf Gewährung von Corona-Überbrückungshilfen gestellt zu haben, in denen u. a. wahrheitswidrig angegeben worden sei, aus einer Selbstständigkeit 2020 einen quartalsmäßigen Umsatz von mehreren zehntausend Euro gehabt zu haben.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut wurden heute Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Landshut zur Sicherung der zu Unrecht erlangten Vermögenswerte in Höhe von 75.000 Euro an insgesamt fünf Durchsuchungsobjekten vollzogen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Landshut und der Kripo Landshut dauern an.

Auf die in strafrechtlichen Ermittlungsverfahren geltende Unschuldsvermutung wird hingewiesen.

Medienkontakt: Polizeipräsidium Niederbayern, Tel. 09421/868-1014