Appell der Lindauer Bürgermeister: Lindau steuert auf Notstand zu

19.11.2021 Lindau (Bodensee). Mit großer Sorge verfolgen der Lindauer Bürgermeister Mathias Hotz und Bürgermeisterin Katrin Dorfmüller das Ansteigen der Corona-Infektionszahlen in Lindau.

Um einen drohenden Notstand noch abzuwenden, appellieren sie eindringlich an alle Lindauerinnen und Lindauer. Pflegekräfte sind zudem aufgerufen, sich bei den Krankenhäusern zu melden.

Die Corona-Situation hat einen nie da gewesenen Höhepunkt erreicht. Die Lage in den Krankenhäusern in Lindau und Lindenberg ist dramatisch. „Von dort hören wir, dass Routineeingriffe fast nicht mehr gemacht werden, die Betten sind knapp und Verlegungen kaum möglich, weil viele Kliniken bereits voll sind“, so Bürgermeister Mathias Hotz.

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Die Prognosen gehen von einer Verdoppelung der Patienten in den nächsten zwei Wochen aus. Dabei können schon jetzt viele Patienten wegen der Corona-Belegungen nicht weiterbehandelt oder operiert werden.

Bürgermeister Mathias Hotz: „Es darf nicht soweit kommen, dass Menschen, die zum Beispiel einen Unfall hatten oder chronisch krank sind, nicht mehr behandelt werden können, weil immer mehr mit Corona infizierte Menschen die Intensivstationen belegen.“

Angesichts dieses drohenden Notstandes rufen die ärztlichen Leiter der Krankenhäuser Lindau und Lindenberg, Dr. Fabian Heuser und Dr. Martin Hessz, alle Pflegekräfte auf, die nicht mehr im Dienst sind, sich als Unterstützung im Krankenhaus zu melden. Insbesondere Intensivpflegekräfte werden dringend gebraucht.

Bürgermeisterin Katrin Dorfmüller: „Wir können uns dem nur anschließen und alle Lindauerinnen und Lindauer inständig bitten: Verzichten Sie bitte auf jeden unnötigen Kontakt, tragen Sie eine FFP2-Maske und alle, die noch nicht geimpft sind: Lassen Sie sich impfen! Wenn wir uns jetzt nicht alle strikt an sämtliche Vorsichtsmaßnahmen halten, steuern wir auf einen nie gekannten Notstand hin.“

Aktuelle Infos zu den Corona-Zahlen und Impfmöglichkeiten finden sich auf der Seite des Landratsamtes Lindau.