Betrugsdelikte beschäftigen Kaufbeurer Kripo

6.7.2022 Kaufbeuren. Im Verlauf der vergangenen Woche erhielt eine 51-jährige Frau einen Anruf eines vermeintlichen Mitarbeiters ihrer Hausbank.

Der Anrufer, der sich als Herr Maier vorstellte und unter der Echtnummer der Bank anrief, versuchte der Frau die TAN zu entlocken, nachdem er ihre letzten Geldein- und -ausgänge auf ihrem Konto auf den Cent genau angeben konnte.

So viel Wissen um ihr Konto und dem Umstand, dass der Bankmitarbeiter nach der TAN fragte, war der Frau dann Grund genug, um sofort das Gespräch zu beenden und möglichen, unberechtigten Geldabbuchungen über ihr Konto zuvorzukommen.

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(Symbolfoto: Bayerische Polizei)

Als eine 48-Jährige letzte Woche ihre Kreditkartenabrechnung in Händen hielt, traute sie ihren Augen nicht. So erfolgten in den vergangenen Monaten knapp 700 unberechtigte Abbuchungen mit ihren Kreditkartendaten. Die entsprechenden „Einkäufe“ im Gesamtwert von mehreren tausend Euro erfolgten allesamt bei einem US-amerikanischen Technologieunternehmen.

Die Daten der Kreditkarte, die bei verschiedenen Firmen hinterlegt waren, dürften von dem unbekannten Täter ausgespäht und für alle Transaktionen missbräuchlich verwendet worden sein.

Nach sofortiger Sperrung der Kreditkarte gelang es der Frau mit Hilfe der Banken, einen Großteil des widerrechtlich abgebuchten Geldbetrages zurückzuerhalten.

(KPS Kaufbeuren)

An den „Falschen“ geriet eine 56-jährige Frau, die ihrem Sohn dabei helfen wollte, sein verloren gegangenes Handy wieder aufzufinden.

Nachdem sie gemeinsam mit ihrem Sohn das mobile Endgerät über eine Internetseite orten ließen, wurden der Frau hierfür 50 Cent in Rechnung gestellt, die sie mit ihrer Kreditkarte bezahlte.

Tatsächlich konnte das Handy an dem vermuteten Ort aufgefunden und vom Geschädigten in Empfang genommen werden.

Dass mit der Ortung auch der Abschluss eines monatlichen Abos des betreffenden Anbieters verbunden war, sollte die Geschädigte erst später feststellen. Nachdem ihr pro Monat mehrfach die Kosten des Abonnements in Rechnung gestellt wurden, erfuhr sie auf Nachfrage, dass ein unbekannter Täter mit ihren Kreditkartendaten weitere Konten mit unterschiedlichen E-Mail Adressen erstellt und über diese weitere Abbuchungen getätigt habe.

Der Geschädigten entstand ein Vermögensschaden in niedriger dreistelliger Höhe.

Nicht schlecht staunte ein 66-jähriger Mann, als ihm von seiner Bank mitgeteilt wurde, dass mit einem gefälschten Überweisungsträger versucht worden war, Geld von seinem Konto auf ein irisches Bankkonto zu transferieren.

Bei der Durchsicht der Überweisungsträger fiel einem aufmerksamen Bankmitarbeiter auf, dass die Unterschrift auf dem Überweisungsträger nicht vom tatsächlichen Inhaber des Bankkontos stammte.

Letztlich konnte die Überweisung nach Irland verhindert und ein Vermögensschaden von einigen hundert Euro abgewendet werden.

Dem Geschädigten ist nicht bekannt, wie der oder die Täter an seine Bank-/Kontodaten gelangen konnten.

(KPS Kaufbeuren)