Die Grippesaison steht vor der Tür – Impfungen schützen

23.11.2015 Landkreis Lindau (Bodensee). Hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, trockener Reizhusten, das sind die Symptome einer Grippeerkrankung. „Die Grippe wird landläufig als schweres Risiko gerne unterschätzt“, erläutert Gesundheitsamtsleiter Michael Bauerdick.

Im vergangenen Winter hat eine schwere Grippewelle bundesweit zu 31.000 Krankenhauseinweisungen, 6.200.000 Arztbesuchen und 3.700.000 Krankschreibungen geführt. Risikogruppen, wie Senioren, Schwangere und chronisch Erkrankte sollten sich deshalb impfen lassen. Aber auch Personen, die nicht zur Risikogruppe gehören, können an schweren Verläufen einer Grippe erkranken.

Michael Bauerdick empfiehlt deshalb unbedingt das Gespräch mit einem Arzt zu suchen, um sich beraten und gegen die Grippe (Influenza) impfen zu lassen. Empfohlen wird die Grippeimpfung ab Oktober/November, sie kann aber auch, solange keine Erkrankung vorliegt, zu einem späteren Zeitpunkt verabreicht werden und bietet auch dann einen guten Schutz.

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Die Grippeimpfung schützt nicht immer vor einer Ansteckung, da die Influenza-Viren sich ständig verändern und somit weiter ausbreiten können. Trotzdem zahlt sich die Impfung eindeutig aus. Sie zeigt bei älteren Erwachsenen in der Regel eine Wirksamkeit von etwa 50 % Prozent. Das bedeutet: Wenn im Laufe einer Influenzasaison von hundert Ungeimpften zehn an Grippe erkranken, erkranken von hundert Geimpften etwa nur die Hälfte, also circa fünf Personen. Bei jüngeren Erwachsenen liegt die Wirksamkeit bei bis zu 80 Prozent. Und selbst diejenigen, die trotz der Impfung an Grippe erkranken, profitieren: Denn die Infektion verläuft bei ihnen milder. Die gefürchteten schweren Komplikationen wie beispielsweise Lungenentzündungen kommen dann kaum vor.

Die weit verbreitete Ansicht, Influenza-Impfungen können eine Grippe auslösen, stimmt nicht, erklärt Bauerdick. Das ist unmöglich, da der Influenza-Impfstoff für Erwachsene nur aus Bruchstücken von abgetöteten Viren besteht, die keine Erkrankung mehr hervorrufen können. Wer nach der Grippe-Impfung unter Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit oder Frösteln leidet, hat sich durch die Impfung jedenfalls keine Grippe eingefangen.

„Diese Beschwerden gehören zu den normalen Reaktionen, die nach einer Impfung auftreten können und nach ein paar Tagen wieder verschwinden. Sie zeigen, dass das Immunsystem arbeitet.“ Auch eine schwere Erkältung kann mit den Symptomen wie Glieder- und Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit einhergehen.

Und noch ein Tipp vom Gesundheitsamt: Wer sich regelmäßig gegen Influenza impfen lässt, stärkt das Immunsystem und eindringende Viren werden schneller erkannt.

Die jährliche Impfung habe einen sogenannten „Booster-Effekt“, das Immunsystem bekomme einen „Schubs“, sich nicht nur gegen die aktuellen Impf-Viren zu richten, sondern es könne sich auch an die Influenza-Viren der vergangenen Saisons erinnern.