Dr. Ulrich Hackenberg scheidet aus dem Vorstand der AUDI AG aus

4.12.2015. Der neue Vorsitzende des Audi-Aufsichtsrats, Matthias Müller würdigt Hackenberg als prägend für die Technische Entwicklung des gesamten Volkswagen-Konzerns: „Vor allem das System der modularen Baukästen ist untrennbar mit dem Namen von Ulrich Hackenberg verbunden. Bereits Anfang der neunziger Jahre hatte er bei Audi die Idee dazu. Heute profitiert der gesamte Konzern davon.“

Audi-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler hebt die Lebensleistung hervor: “Ulrich Hackenberg war in den 30 Jahren, die er im Volkswagen-Konzern tätig war, an den entscheidenden Weichenstellungen und Modellentscheidungen beteiligt. Aus den hochflexiblen Baukästen entstand die flexible modulare Fertigung. Beides hat dabei geholfen, sehr effizient und mit hoher Qualität zu produzieren. Zahlreiche Fahrzeugmodelle von Audi, Volkswagen und Bentley wurden durch sein Engagement und seine Fachkompetenz geprägt. Im Namen des gesamten Vorstands danke ich ihm für sein langjähriges Engagement und seine professionelle Leidenschaft.“

Nach Abschluss des Maschinenbaustudiums an der RWTH Aachen war Ulrich Hackenberg von 1978 bis 1985 am Institut für Kraftfahrwesen als Assistent tätig. Er leitete dort unter anderem den Forschungsbereich Fahrzeugdynamik, baute die Vorlesung Kraftradtechnik auf und promovierte 1985 über das Stabilitätsverhalten des Systems „Fahrer-Kraftrad-Straße“.

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1985 wechselte Hackenberg zu Audi, wo er 1989 die Leitung der Konzeptdefinition und später die technische Projektleitung der gesamten Produktpalette übernahm. Dies umfasste die Modelle Audi 80, A2, A3, A4, A6, A8 und TT sowie zahlreiche Konzeptstudien und Showcars, die technische Konzeption der Plattformstrategie sowie den Aufbau einer Simultaneous‑Engineering‑Struktur.

Von 1998 bis 2002 war er für die Volkswagen AG tätig. Dort leitete er den Bereich „Aufbauentwicklung“ und verantwortete ab Ende 1998 zusätzlich die Konzeptentwicklung.

Von 2002 bis Januar 2007 war Hackenberg erneut für die AUDI AG tätig und leitete die Sparte „Konzeptentwicklung, Entwicklung Aufbau, Elektrik/Elektronik“. In dieser Zeit entwickelte er den „Modularen Längsbaukasten“.

Am 1. Februar 2007 wurde er Mitglied des Markenvorstands Volkswagen für den Geschäftsbereich Entwicklung. Er trieb den weiteren Ausbau und die komplette Erneuerung der Volkswagen-Produktpalette sowie die Entwicklung des modularen Querbaukastens voran. Weitere Highlights waren das erste serienmäßige Ein‑Liter‑Auto XL1 und der Einstieg der Marke Volkswagen in den Motorsport.

Seit 1. Juli 2013 war er Vorstand für Technische Entwicklung der AUDI AG. Zusätz­lich war er verantwortlich für die markenübergreifende Entwicklungssteuerung des Volkswagen-Konzerns.