Grünflächen am Kaiserweiher sollen an Umweltstiftung Schwaben überführt werden

19.7.2021 Kaufbeuren. Die geplante Umweltstiftung des Bezirks Schwaben könnte schon bald in Kaufbeuren ein erstes Leuchtturmprojekt starten. Dazu läuft ein Antrag, um die unbebauten Grundstücke am Kaiserweiher an die Umweltstiftung Schwaben zu überführen.

Ziel der Antragsteller ist es, in Kaufbeuren den wertvollen Amphibienbestand zu sichern und den Tieren einen artgerechten Lebensraum zu bieten.

Die Bezirksrätin Heidi Terpoorten freut sich: „Mit diesem Antrag und einer raschen Umsetzung erhoffen wir uns wichtige Impulse für Artenschutz und Biodiversität in der Region. Der Bezirk Schwaben kann mittels der neuen Stiftung eine Vorbildfunktion in Bayern einnehmen. Die geplante Stiftung soll dazu beitragen, das Ziel der Klimaneutralität im Regierungsbezirk Schwaben zu erreichen.“

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Die Hauptaufgabe der Stiftung besteht darin für den Schutz und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen zu sorgen. Die bestehenden Flächen sollen noch nachhaltiger und klimafreundlicher bewirtschaftet werden. Dafür eignen sich die Flächen am Kaiserweiher besonders, da hier bereits eine große Artenvielfalt herrscht.

Oberbürgermeister und Bezirksrat Stefan Bosse hat die Initiative mit ins Leben gerufen: „Der Standort Kaufbeuren eignet sich ideal, weil hier bereits seit Jahren viele ehrenamtliche Helfer tätig sind. Gleichzeitig sollen beispielsweise auch Schulklassen mit altersgerechten Projekte in die Stiftung eingebunden werden. Damit können wir Schülerinnen und Schüler schon früh für Umweltschutz gewinnen.“

Am Kaiserweiher gibt es zudem Streuobstwiesen, die nicht nur Amphibien Schutz bietet. Eine Vielzahl von Insekten ist dort ebenfalls beheimatet.

Eine Umweltstiftung auf Bezirksebene zu organisieren wäre in Bayern einzigartig. „Um die selbst gesteckten Klimaschutzziele einzuhalten ist es daher notwendig aus vorhandenen Strukturen auszubrechen und neue Wege zu bestreiten,“ so OB Bosse abschließend.