Landkreis Unterallgäu beteiligt sich an Flächenkauf auf Airport-Gelände

23.11.2015 Landkreis Unterallgäu. Der Landkreis Unterallgäu beteiligt sich wie geplant an einer Grundbesitzgesellschaft auf dem Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts in Memmingerberg. Das ist das Ergebnis von zwei Bürgerentscheiden im Unterallgäu.

Die Mehrheit der Wähler (52,66 Prozent, 14.573 Stimmen) sprach sich bei der Stichfrage, die letztlich entschied, für das Kreistagsbegehren und damit für den Erwerb von Grundstücken und Gebäuden auf dem Areal des Allgäu Airports aus. Das Bürgerbegehren „Kein Geld für Flughafengrundstücke“ befürworteten in der Stichfrage 47,34 Prozent der Wähler (13.100 Stimmen). Die Wahlbeteiligung lag bei 25,83 Prozent.

Die Stichfrage entschied, weil die Ergebnisse von Kreistags- und Bürgerbegehren nicht miteinander zu vereinbaren waren. Für das Kreistagsbegehren stimmten 14.925 Bürger (53,70 Prozent). Dagegen waren 12.869 Bürger (46,30 Prozent). Das Bürgerbegehren unterstützten 13.896 Bürger (52,58), 12.534 Bürger (47,42 Prozent) sagten dazu „nein“.

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„Ich freue mich, dass die Bürger die allgäuweite Bedeutung des Vorhabens erkannt und unseren Beschluss bestätigt haben, wenn auch knapp“, sagt Landrat Hans-Joachim Weirather. Der Kreistag hatte die Beteiligung an der Gesellschaft im Juni dieses Jahres beschlossen. Als sich ein Bürgerbegehren gegen das Vorhaben stark machte, entschied sich das Gremium, dem Bürgerbegehren ein Kreistagsbegehren gegenüberzustellen.

Das Unterallgäu will gemeinsam mit allen Allgäuer Landkreisen und kreisfreien Städten sowie dem Landkreis Neu-Ulm 7,2 Millionen Euro in die Grundbesitzgesellschaft einbringen. Die Gesellschaft soll Flächen kaufen und diese als Gewerbegrundstücke vermarkten. „Wir können damit die Entwicklung des Konversionsgeländes weiter voranbringen, die Wirtschaftsregion stärken und Arbeitsplätze sichern“, sagt Weirather. Die Landkreise und kreisfreien Städte setzten „in einer einmaligen konzertierten Aktion ein Zeichen für die Region und die Zusammenarbeit im Allgäu“.