Lebensräume für Fledermäuse, Vögel, Insekten und Co. im Unterallgäu

24.9.2021 Landkreis Unterallgäu. Einen finanziellen Anreiz für mehr Naturschutz gibt das Vertragsnaturschutzprogramm Wald privaten und kommunalen Waldbesitzern. Ziel der Förderung ist es, die Vielfalt an Arten und Lebensräumen, also die sogenannte Biodiversität, im Wald zu erhalten und zu entwickeln.

Wie die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Unterallgäu mitteilt, können Waldbesitzer jetzt wieder Anträge stellen.

WERBUNG:

Gefördert werden folgende Maßnahmen:

Erhalt von Nieder- und Mittelwäldern (Stockausschlagwälder),

Erhalt von Biberlebensräumen,

Nutzungsverzicht,

Schaffung lichter Waldstrukturen,

Förderung von Totholz,

Erhalt von Biotopbäumen sowie Bäumen mit hohem Biotoppotenzial,

Erhalt von Altholzinseln,

Erhalt von Biotopbaum-, Totholz- und Lichtwaldstrukturen nach Störungsereignissen.

Warum Waldnaturschutz wichtig ist, erklärt Fabienne Finkenzeller, Biodiversitätsberaterin am Landratsamt Unterallgäu:

„Das Programm fördert unterschiedliche Bereiche im Wald und unterstützt damit die Strukturvielfalt.“

Diese sei ausschlaggebend für die Artenvielfalt sowie die Gesundheit und die Stabilität des Waldökosystems. „Beispielsweise können Biotopbäume Lebensraum bieten für Vögel und höhlenbewohnende Tiere wie Fledermäuse“, so Finkenzeller. Totholz zähle zu den lebendigsten Lebensräumen und sei Nahrungsquelle, Lebensraum, Versteck und Brutstätte unzähliger Arten. Auch der Waldboden profitiere von den Nährstoffen aus dem Totholz.

Eine Förderung können Waldbesitzer bei der zuständigen Bewilligungsbehörde, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit dem aktuell gültigen Antragsformular schriftlich beantragen. Das Antragsformular ist verlinkt unter www.unterallgaeu.de/vertragsnaturschutz. Bei der Antragstellung berät und unterstützt der zuständige Revierleiter im AELF.

Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Unterallgäu ist für die naturschutzfachliche Beratung und Beurteilung zuständig. Gerne können Waldbesitzer sich direkt an die Untere Naturschutzbehörde wenden, um einen Termin für eine Beratung oder Begehung auszumachen. Ansprechpartner sind Fabienne Finkenzeller, Telefon (08261) 995 -671, und Maximilian Simmnacher, Telefon (08261) 995 -261.