„Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61“ 17.1.2016

17. Januar 2016
10:15

„Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61“ am Sonntag, 17.1.2016, um 10:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen

Der 1975 als Sohn polnisch-israelischer Eltern in Dänemark geborene Nikolaj Znaider gehört nicht nur zu den führenden Violinisten im modernen Konzertbetrieb, er macht auch als Dirigent von sich reden, sei es in St. Petersburg oder in Berlin.

1997 gewann er den ersten Preis beim renommierten Wettbewerb „Reine Elisabeth“ in Brüssel. Seitdem hat Znaider sein leidenschaftliches, vor allem aber intelligent-konzentriertes Geigenspiel in vielen Konzertsälen mit fast allen großen Orchestern unter Beweis gestellt.

Über Beethovens Violinkonzert sagte er einmal, es sei die Bibel der Violinliteratur. Das Werk entstand innerhalb kürzester Zeit im Herbst 1806 und wurde offenbar so knapp vor der Uraufführung im Theater an der Wien fertig, dass der Solist und Widmungsträger Franz Clement seinen Part im Konzert vom Blatt spielen musste.

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Clement, der auch schon Beethovens Eroica zur Uraufführung gebracht hatte, dürfte durch seine Beliebtheit maßgeblich zum Achtungserfolg des Werkes beigetragen haben. Obwohl sich die großen Geiger des 19. Jahrhunderts – Tomasini in Berlin, Baillot in Paris, Vieuxtemps in Wien und Uhlrich in Leipzig – damit hören ließen, verbreitete sich das mäßig virtuose, jedoch künstlerisch-interpretatorisch höchst anspruchsvolle Werk nur schleppend.

Zum Durchbruch verhalfen ihm schließlich die sensationellen Interpretationen des jungen Joseph Joachim. Er führte Beethovens Konzert 1844 unter dem Dirigat Mendelssohns in London auf und 1853 in Düsseldorf mit Robert Schumann am Pult. Von ihm stammt auch eine vielgespielte Solokadenz.

„Ludwig van Beethoven: Violinkonzert D-Dur op. 61“ am Sonntag, 17.1.2016, um 10:15 Uhr im Bayerischen Fernsehen