Mercedes-Benz 300 S Roadster (W 188, 1956-1958)

Der 300 S debütiert im Oktober 1951 auf dem Automobil-Salon in Paris als neues Topmodell des Personenwagenprogramms. Der luxuriöse Zweitürer, mit dem Mercedes-Benz erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder das internationale Spitzensegment besetzt, wird als Coupé, Cabriolet sowie Roadster angeboten und ab Sommer 1952 ausgeliefert.

Die Roadster-Version entspricht im Wesentlichen dem Cabriolet, zeigt mit ihrem leichten Verdeck ohne Sturmstangen aber ein sportlicher geprägtes Erscheinungsbild. Im Herbst 1955 präsentiert Mercedes-Benz den 300 S in überarbeiteter Form mit der innovativen Benzin-Direkteinspritzung, die eine Mehrleistung von 18 kW (25 PS) und zugleich eine Effizienzerhöhung ermöglicht. Die neue Variante verfügt auch über die in der Formel 1 erprobte Eingelenk-Pendelachse und wird intern als 300 Sc bezeichnet.

Der Kaufpreis beträgt seinerzeit 36.500 DM. Das macht ihn zum teuersten Fahrzeug eines deutschen Herstellers. Zum Vergleich: Der legendäre Mercedes-Benz 300 SL wird 1956 für 29.000 DM angeboten. Mit nur 53 gebauten Exemplaren zählt der 300 S Roadster mit Einspritzmotor zu den seltensten Personenwagenmodellen der Nachkriegszeit.

WERBUNG:

Bauzeit: 1956-1958
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 Kubikzentimeter
Leistung: 129 kW (175 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 180 km/h