Michelin Reifentechnologie wird bis 2030 rund 30 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermeiden

18.3.2016. Jean-Dominique Senard präsentiert Strategien für nachhaltige Mobilität auf dem 18. Technischen Kongress des VDA:

„Weltweit immer mehr Fahrzeuge auf den Straßen – das verlangt, dass wir die benötigten Ressourcen so effizient wie möglich einsetzen“, betonte Jean-Dominique Senard, Vorsitzender des Vorstands von Michelin, anlässlich des 18. Technischen Kongresses des VDA (Verband der Automobilindustrie) am 17. März in Ludwigsburg. „Michelin wird mit langlebigen, leisen und rollwiderstandsarmen Reifen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität der Zukunft leisten. Konkret bedeutet dies, dass wir bis 2030 rund 30 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermeiden“, so der Chef des global agierenden Reifenherstellers im Rahmen des jährlich stattfindenden Fachforums.

Jean-Dominique Senard zeigte die gesellschaftlichen Herausforderungen auf, die mit dem zukünftigen Mobilitätswandel einhergehen, und stellte Lösungswege vor, die Michelin als wegweisender Innovationstreiber der Reifenbranche heute schon beschreitet. Hintergrund: Bis 2050 wird sich das weltweite Verkehrsaufkommen vervierfachen1. Gleichzeitig werden sich 70 Prozent der Gesamtbevölkerung auf die Städte konzentrieren, was gewaltige Veränderungen für die urbane Mobilität mit sich bringt2.

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Rollwiderstand in 25 Jahren um 50 Prozent reduziert

Wichtiger Parameter, um die CO2-Emissionen spürbar zu verringern, ist die Reduzierung des Rollwiderstandes von Reifen. Dank intensiver Forschung und Entwicklung ist es den Michelin Ingenieuren in den vergangenen 25 Jahren gelungen, den Rollwiderstand der Reifen um 50 Prozent zu reduzieren. Dadurch tragen MICHELIN Reifen messbar zu einem geringeren Kraftstoffbedarf bei und sorgen damit auch für einen niedrigeren CO2-Ausstoß. Dem Unternehmen ist es gelungen, die Energieeffizienz seiner Reifen zu steigern, ohne bei Laufleistung oder Sicherheit Kompromisse einzugehen. „Besonderes Merkmal ist das ausgezeichnete Sicherheitsniveau der Reifen über die gesamte Lebensdauer hinweg“, führte Senard in seinem Vortrag aus. „MICHELIN Reifen erzielen auch am Ende ihres Lebenszyklus die geforderte Bremsstärke auf nasser und rutschiger Fahrbahn.“

Neuartige Fahrzeuge, innovative Reifen – und das immer schneller

Bei Fahrzeugen mit alternativem, insbesondere hybridelektrischem oder rein elektrischem Antrieb wirkt sich der geringere Rollwiderstand der Reifen unmittelbar positiv auf die Reichweite der Fahrzeuge aus. Senard zeigte auf, dass sich daher auch die Reifen wandeln müssen: Sie werden leichter, schmaler und somit noch energieeffizienter.

Die veränderten Reifenanforderungen bringen weitere Aufgaben mit sich, die Michelin frühzeitig erkannt und als Kernaufgaben formuliert hat: Dank neuer Materialien, der flexibleren Modellierung sowie neuer Arbeitsmethoden werden sich die Innovationszyklen bei der Reifenentwicklung weiter verkürzen. „Michelin hat sich auf die kommenden Herausforderungen bestens vorbereitet. Um Innovationen voranzutreiben, arbeiten bei Michelin schon heute Bioingenieure, IT- und Elektronikexperten sowie Chemiker eng zusammen. Alle Spezialisten eint dabei der Wille, unkonventionelle Wege zu beschreiten, um neue Lösungen zu finden“, erklärte Senard.

Michelin 4R-Strategie: Reduce, Reuse, Recycle, Renewable

Bei allen Innovationen, so betonte Senard, sei es Hauptaufgabe für die Wirtschaft, die verfügbaren Rohstoffe noch effizienter zu nutzen sowie neue Ressourcen zu erschließen, ohne dass dies zulasten der Umwelt gehe. Michelin verfolgt dabei mehrere Ansätze gleichzeitig. Basis ist die 4R-Strategie: Reduce (Reduzieren), Reuse (Wiederverwenden), Recycle (Wiederverwerten), Renewable (erneuerbar). Sie ermöglicht zum Beispiel einen deutlich längeren Reifen-Lebenszyklus und zielt auf geringeren Kraftstoffverbrauch ab. So sind das Nachschneiden und Runderneuern von Lkw-Reifen sowie das TREC-Projekt, bei dem Michelin gemeinsam mit Partnern innovative Lösungen zur Altreifen-Verwertung entwickelt, Bausteine des Konzepts.

Michelin unterstützt den VDA-Kongress als Partner. Auf seinem Stand präsentiert das Unternehmen unter anderem die „Acoustic Technology“, die für höheren Fahrkomfort und weniger Geräusche sorgt.