Reges Interesse an Veranstaltung zur EEG-Novelle 2021

3.5.2021 Landkreis Ostallgäu. Referenten der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie informierten etwa 160 Teilnehmer*innen vor allem über Änderungen für größere PV-Anlagen.

Mehr als 160 Teilnehmer*innen haben sich an dem vom Landratsamt Ostallgäu veranstalteten Web-Seminar „Chancen durch das neue EEG 2021 – Änderungen und Neuerungen für Photovoltaik-Projekte in der Landwirtschaft“ beteiligt. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring Ostallgäu, dem Landratsamt Augsburg sowie dem Maschinenring Augsburg statt.

Anlass des Web-Seminars war die Verabschiedung des neuen „Erneuerbare-Energien-Gesetzes“ (EEG) zum Januar 2021 und die sich daraus ergebenden Änderungen für größere Anlagen – also vor allem in der Landwirtschaft, aber auch im Gewerbebereich.

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Die beiden Referenten, Michael Vogtmann und Jörg Sutter von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie, gingen im Seminar zunächst auf die aktuelle Marktsituation ein. Demnach sei der Modulpreis in den vergangenen vier Jahren um rund 20 Prozent gefallen, während die Vergütung derzeit um 1,4 Prozent pro Monat sinke. Frühes Investieren schlage das Warten, sagte Vogtmann.

Speicher inzwischen wirtschaftlich darstellbar

Laut Vogtmann wird für Anlagenbetreiber der Eigenverbrauch auch bei größeren Anlagen attraktiver, da die Befreiungsgrenze der EEG-Umlage für den selbst verbrauchten Strom von 10 auf 30 kWp (Kilowatt Peak) angehoben wurde. Größere Anlagen mit mehr als 100 kWp sind laut Vogtmann vor allem dann attraktiv, wenn der erzeugte Strom größtenteils selbst verbraucht werde.

Auch Energiespeicher sind nach Meinung des Fachmanns inzwischen wirtschaftlich darstellbar, lohnen sich aber umso mehr, je mehr Zusatznutzen der Speicher bringe – vor allem hinsichtlich Notstromversorgung oder Spitzenlastkappung.

Potenzial sieht Experte Vogtmann in sogenannten „Agri-PV“-Anlagen, denn sie ermöglichen es, auf Flächen sowohl landwirtschaftliche Produkte als auch Energie zu „ernten“.

Neuartige Modultechnologien sicherten hierfür nicht nur einen fast genauso hohen Ertrag wie herkömmliche Anlagen, sondern auch eine netzdienlichere Einspeisespitze zur Morgen und Abendzeit. Für dieses Segment gebe es derzeit eine Innovationsförderung, in den kommenden Jahren könne sich die Technologie als „sehr interessant“ herausstellen, sagte Vogtmann.