Staatsschutzrelevante Delikte in Nymphenburg und Obermenzing

29.3.2022 München. Fall 1: Im Zeitraum von Freitag, 25.3.2022, 00:00 Uhr bis 11:00 Uhr, brachten ein oder mehrere unbekannte Täterinnen oder Täter im Bereich des Nymphenburger Schlossparks mehrere Schmierschriften mit staatsschutzrelevantem Inhalt an insgesamt vier Gebäuden und Bauwerken an. Die Schmierschriften wiesen teilweise auch einen Bezug zur NS-Zeit auf.

Im Anschluss an die Tathandlung entfernten sich die Täter unerkannt von der Tatörtlichkeit.

Es entstand ein Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro.

WERBUNG:

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 44 geführt.

Zeugenaufruf:

Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich des Nymphenburger Schlossparks Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Fall 2:

Am Sonntag, 27.03.2022, gegen 08.00 Uhr, informierte ein Anwohner den Polizeinotruf 110 über eine zunächst unbekannte männliche Person, welcher an einem Bauzaun im Bereich der Bauseweinallee gerüttelt und hierbei mehrere Äußerungen mit Bezug zur NS-Zeit getätigt hätte.

Im Rahmen der eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnte der unbekannte Täter zunächst nicht mehr angetroffen werden.

Gegen 10:30 Uhr wurde eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion 45 (Pasing) ein Kleinkraftradfahrer festgestellt, welcher die Dorfstraße ohne Helm befuhr. In der Folge entzog sich der Fahrer kurzzeitig der polizeilichen Anhaltung, konnte jedoch wenig später im Bereich des Betzenwegs angetroffen und kontrolliert werden.

Im Rahmen der Kontrolle ergab sich der Verdacht, dass der 22-Jährige mit Wohnsitz in München für die zuvor getätigten Aussagen mit staatsschutzrelevantem Inhalt verantwortlich sei.

(Quelle: Bayerische Polizei)

Des Weiteren ergaben sich Anhaltspunkte für eine Alkoholisierung des Tatverdächtigen. Während der nachfolgenden polizeilichen Maßnahmen konnte bei diesem zudem ein Einhandmesser aufgefunden und sichergestellt werden. Im Anschluss an diese Maßnahmen wurde der 22-Jährige wieder entlassen.

Er wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Trunkenheit im Verkehr und einem Verstoß gegen das Waffengesetz angezeigt.

Das Kommissariat 44 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.