Terroranschläge in Paris – Bundeskanzler Faymann: „Gemeinsamer Kampf für Demokratie, für Freiheit und für Menschenwürde“

Erklärung der Regierungsspitze anlässlich der Terroranschläge in Paris

14.11.2015 Wien (OTS). „Die Auseinandersetzung mit dem Terror ist nicht neu. Die fürchterlichen Attentate in Paris haben ihn jedoch auf eine neue Eskalationsstufe gestellt. Das war ein Anschlag gegen die Menschlichkeit. Nicht nur wir, sondern die internationale Staatengemeinschaft steht daher Seite an Seite mit Frankreich gegen den Terror“, sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Samstag, nach der anlässlich der Terroranschläge in Paris einberufenen Regierungssitzung im Bundeskanzleramt.

„Der Terror in Frankreich hat vielen Menschen das Leben gekostet, viele sind noch schwer verletzt in den Spitälern. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten in diesen Stunden den Opfern und deren Familien“, so der Kanzler. „Wir arbeiten eng mit der französischen Regierung und den Behörden auf allen Ebenen zusammen. Diesen Kampf gegen Terror, gegen Extremismus und gegen Hass führen wir gemeinsam. Gemeinsam für Demokratie, für Freiheit und für Menschenwürde. Und diesen Kampf werden wir auch gewinnen. Es wird aber darauf ankommen, dass wir neben dem nationalen auch einen internationalen Schulterschluss zustande bringen und auf allen Ebenen unsere Zusammenarbeit verstärken.“

In der Sondersitzung sei auch die österreichische Sicherheitslage besprochen worden. „Wir haben bereits eine erhöhte Sicherheitsstufe:

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Zusätzliche Mitarbeiter der Anti-Terroreinheiten und der Polizei werden für verstärkte Sicherheitsmaßnahmen sorgen. Auch schon in der Vergangenheit haben wir beim Staatsschutz gezeigt, dass wir diese Komponente genauso verstärken können. So haben wir bereits eine Aufstockung der Polizeikräfte beschlossen“, sagte der Bundeskanzler.

„Auch in Österreich werden wir den Schulterschluss suchen: Gemeinsam mit dem österreichischen Parlament, mit dem Bundesrat, Religionsgemeinschaften und weiteren Institutionen des Landes. Es ist an der Zeit, als Demokraten zusammenzurücken und sich vom Terror nicht einschüchtern zu lassen. Das werden wir in Österreich und in Europa beweisen. Die Angriffe in Paris werden nicht dazu führen, dass wir zurückweichen“, so Faymann abschließend.

Nach der Pressekonferenz empfing Bundeskanzler Faymann den deutschen Außenminister Frank-Walter Steinmeier zu einem Arbeitsgespräch im Bundeskanzleramt.