Unterallgäuer Landrat händigt Ehrenzeichen 2015 aus

2.12.2015 Landkreis Unterallgäu. Ob Sport oder Heimatpflege, ob Kommunalpolitik oder Städtepartnerschaften, ob Theater oder Feuerwehr, ob generationenübergreifende Angebote oder Musik: In diesen Bereichen haben sich Johann Bleyer aus Türkheim, Michael Hartmann aus Markt Wald, Barbara Morbach aus Sontheim und Hermann Simon aus Frechenrieden in den vergangenen Jahrzehnten weit über das normale Maß hinaus ehrenamtlich engagiert.

Landrat Hans-Joachim Weirather hat ihnen hierfür jetzt in einer Feierstunde im Namen des bayerischen Ministerpräsidenten das Ehrenzeichen und die goldene Ehrenamtskarte verliehen. „Es freut mich sehr, dass Sie alle sich schon so lange in ganz unterschiedlicher Weise einbringen“, betonte der Landrat. „Sie wissen ganz genau, was mit Ehrenamt in der Gesellschaft möglich ist.“

So könnten sich die Türkheimer Vereine glücklich schätzen, mit Zimmerermeister Johann Bleyer einen Mann in ihren Reihen zu haben, der sein „enormes planerisches und handwerkliches Geschick“ seit Jahrzehnten völlig uneigennützig zur Verfügung stelle, betonte der Landrat. So komme es nicht von ungefähr, dass die meisten Baumaßnahmen der Türkheimer Vereine die Handschrift des inzwischen 81-Jährigen trügen – von der Fundushalle über die Anlage des Eissportvereins, das Wertachstadion und das Kulturvereinsheim bis hin zu mehreren Vereinsräumen des TV Türkheim. Daneben habe Johann Bleyer sich fast vier Jahrzehnte in der Kommunalpolitik engagiert – und das sowohl auf Gemeinde- wie auch auf Kreisebene. Doch damit nicht genug: Bleyer sei ein Wegbereiter der Partnerschaft zwischen Türkheim und der südungarischen Stadt Vaskut.

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Eine besondere Gabe, die Menschen zu motivieren, habe Michael Hartmann aus Markt Wald. So zeige er nicht nur selbst seit Jahrzehnten vollen Einsatz für die „Junge Mannschaft“, den Theaterverein, die Feuerwehr und die Regionalentwicklung Stauden, sondern schaffe es auch, andere für ehrenamtliche Einsätze zu begeistern, betonte der Landrat. Ein Beispiel von vielen sei die Renovierung des Theatersaals – inzwischen ein Treffpunkt im Ort. Verwaltung und Vergabe dieses Saals seien ebenfalls Aufgabe von Michael Hartmann. Hinzu komme auch bei ihm sein kommunalpolitisches Engagement im Marktgemeinderat und inzwischen auch als Zweiter Bürgermeister.

Begeisterungsfähigkeit, Herzlichkeit, Umsicht und gelebte Mitmenschlichkeit – dafür stehe der Name Barbara Morbach, so Weirather. Von Beginn an habe sie sich mit vielen Ideen und enormem persönlichen Einsatz im Arbeitskreis „Familie, Kirche und Soziales“ in Sontheim eingebracht. Daraus sei auch das bayernweite Vorzeigeprojekt Generationenhaus entstanden, das heute ein Ort der Begegnung für Senioren und Kinder, Behinderte und Nichtbehinderte und die Vereine sei. Barbara Morbach habe – unter anderem durch die Leitung des Generationenhauses – auf uneigennützige Weise Verantwortung für Mitbürger übernommen. „Dies verdient Respekt, Anerkennung und vor allem Dank“, betonte der Landrat.

Aus dem Vereinsleben in Frechenrieden sei wiederum Hermann Simon nicht wegzudenken, so Weirather in seiner Laudatio. Der 62-Jährige habe sich ganz der Musik und dem Sport verschrieben und sei seit Jahrzehnten in verschiedenen wichtigen Funktionen sowohl beim Musikverein wie auch beim SV Frechenrieden tätig. Auch die Bläserschule Günz/Kammel mit 14 Mitgliedskapellen sei durch sein herausragendes Engagement untrennbar mit dem Namen Hermann Simon verbunden. Zusätzlich habe der Geehrte verschiedenste Chroniken und Kirchenführer erstellt und bringe dadurch die tiefe Verwurzelung mit seinem Heimatort zum Ausdruck. Zudem schlage sein Herz für die Kommunalpolitik – aktuell als Zweiter Bürgermeister von Markt Rettenbach.

Ihre Hochachtung vor der Leistung der Geehrten brachten auch Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek und die anwesenden Bürgermeister zum Ausdruck.